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«La contemplation du ciel étoilé, comme l’ascension d’un sommet, devrait donner aux humains la solution de tous leurs problèmes, car elle leur ouvre les portes de leur ciel intérieur. Celui qui s’habitue à regarder les étoiles avec amour, en méditant sur l’harmonie cosmique, sur ces lumières qui viennent de si loin dans l’espace et dans le temps, parcourt par la pensée les régions spirituelles qui sont aussi en lui.»
Omraam Mikhaël Aïvanhov
Auteure : Claire Chanteperle
Cet album de contes pour enfants, abondamment illustré, présente des récits où l’inspiration morale s’allie à une exquise poésie.
Les textes et illustrations de ce livre sont le développement de quelques histoires choisies parmi toutes les fables, légendes et anecdotes dont Omraam Mikhaël Aïvanhov avait l’habitude d’égayer ses conférences.
4 à 12 ans
Wenn ihr auf eure Umwelt einen guten Einfluss ausüben wollt, dann verbindet euch jeden Tag mit der Sonne, fangt einige Teilchen von ihr auf, die ihr dann an die anderen weitergeben könnt. Nur die Sonne kann euch die beste Einstellung gegenüber den Menschen vermitteln. Solange jemand kein warmherziges, lichtvolles Leitmotiv hat, überlässt er sich seinen niederen Trieben. Seht einmal, wie es in der Welt zugeht: Man sieht nur Leute, welche die anderen ausnutzen, unterdrücken oder beiseite drängen wollen. All das ist gar nicht ruhmvoll! Die Sonne gibt euch dagegen das Bild eines strahlenden, weitherzigen Wesens, und ihr werdet von ihr beeinflusst. Selbst wenn wir annehmen, sie sei nach unseren Maßstäben kein mit Verstand oder Vernunft ausgestattetes Wesen, so kann ihr Licht und ihre Wärme uns nur großzügigere Gedanken und brüderlichere Einstellungen vermitteln.
Warum wird der Mensch in ein ganz bestimmtes Land, in diese oder jene Familie hineingeboren? Warum erfreut sich der eine bester Gesundheit, ist intelligent, reich, mächtig und berühmt, während der andere behindert oder benachteiligt ist? Was ist Ursprung und tieferer Sinn der Verbindungen, die wir oft ohne unser Zutun mit anderen eingehen?… Selbst derjenige, der sich vollkommen frei fühlt, ist seinem Schicksal unterworfen, weil der die Gesetze, von denen es bestimmt wird, nicht kennt. Wenn ein Meister seinen Schülern diese Gesetze enthüllt, hilft er ihnen nicht nur, die verschlungenen Fäden ihres Daseins zu entwirren, sondern bietet ihnen damit auch alle Möglichkeiten, selbst Herr ihres Schicksals zu werden.
Die tatsächliche Erziehung eines Kindes beginnt vor der Geburt, weil sie sich zunächst im Unterbewusstsein vollzieht. Die Mutter kann durch ihre Gedanken, Gefühle und durch ihr ausgeglichenes Verhalten günstig auf die Seele des Kindes, das sie trägt, einwirken. Dieser magische Einfluss soll auch nach der Geburt weiterhin auf das Kind ausgeübt werden und deshalb sollten die Eltern wissen, wie empfindsam der Säugling auf seine Umgebung reagiert. Die Eltern und Pädagogen sollten schließlich ihre erzieherische Aufgabe durch ihr eigenes gutes Vorbild fortsetzen.
Dieses Buch ist kein Diät-Handbuch. Für Meister Omraam Mikhael Aivanhov kommt es nicht so sehr darauf an zu wissen, was oder wieviel man essen soll, sondern wie man isst und welche Einstellung man zur Nahrung hat. Den Leser mag vielleicht die aussergewöhnliche Überlegung erstaunen, das Essen aus seiner täglichen Banalität zu lösen, um ihm wieder die geistige Bedeutung eines Heiligen Abendmahls zukommen zu lassen. Aber selbst derjenige, dem diese spirituelle Einstellung fremd ist, wird nachvollziehen können, wie er durch seine Einstellung zur Nahrung ein tieferes Verständnis der Beziehung zwischen Mensch und Natur gewinnen kann. Denn es ist die Natur, die dem Menschen seine Nahrung gibt. Durch seine Gedanken und Gefühle kann der Mensch jene höchst subtilen Elemente der Nahrung aufnehmen, die zur Entfaltung seines ganzes Wesens beitragen.
Obwohl der Drache ein Fabelwesen ist, das in allen Mythologien und sogar in der christliche Ikonographie auftritt, ist er doch keine an den Haaren herbeigezogene Erfindung. Es ist das Symbol der Triebkräfte im Menschen. Das ganze Abenteuer des spirituellen Lebens besteht darin, diese Kräfte zu bändigen, zu zähmen und zu lenken, um sie als Antriebsmittel auf dem Weg zu den höchsten Gipfeln des Geistes zu verwenden. Denn wenn dieses feuerspeiende Ungeheuer mit Schlangenschwanz auch Flügel besitzt, so ist dies der beste Beweis dafür, dass die Kräfte, die es verkörpert, eine spirituelle Bestimmung haben. Meister Omraam Mikhael Aivanhov sagt: “Die Sexualkraft ist eine Energie, die mit Benzin vergleichbar ist. Unwissende und Ungeschickte werden von ihr verbrannt, während die Eingeweihten, die mit ihr umzugehen wissen, sich in den Weltraum aufschwingen könnten.” Dies ist die Bedeutung des geflügelten Drachens.
“Sehr viele Menschen arbeiten gegenwärtig für den Frieden in der Welt. Aber im Grunde tun sie nichts, um den Frieden tatsächlich zu verwirklichen. Sie haben nie daran gedacht, dass zunächst alle Zellen ihres Körpers, alle Partikel ihres physischen und psychischen Wesens den Gesetzen von Frieden und Harmonie folgen müssen, um den angestrebten Frieden ausstrahlen zu können. Die Menschen reden und schreiben über den Frieden, aber in sich nähren sie den Krieg, indem sie ständig gegen die eine oder andere Sache kämpfen. Welchen Frieden wollen sie da bringen? Der Mensch muss den Frieden zunächst in sich selbst, in seinen Handlungen, Gefühlen und Gedanken herstellen; erst dann arbeitet er wirklich für ihn.”
Die Christen feiern alljährlich Weihnachten und Ostern, um der Geburt und der Auferstehung Jesu zu gedenken. Diese Feste rühren von einer alten Tradition der Einweihungslehre her, die schon lange vor dem Zeitalter des Christentums existierte. Sie fallen im Jahreszyklus auf die Winterwende und die Tag- und Nachtgleiche im Frühling. Sie weisen hiermit auf ihre kosmische Bedeutung hin und lehren, dass der Mensch – Teil des Kosmos – mit der Trächtigkeit und dem Wachstum in der Natur eng verbunden ist. Weihnachten und Ostern – die zweite Geburt und die Auferstehung – sind in Wirklichkeit nur zwei verschiedene Darstellungen für die Erneuerung des Menschen und sein Eintreten in die geistige Welt.
Die Existenz des Bösen in einem Universum, das von einem vollkommenen Gott geschaffen wurde, ist ein Rätsel, mit dem Philosophen und Religionen nie aufgehört haben, sich zu befassen. Indem er sich auf das Wesentliche der jüdisch-christlichen Tradition beruft, besteht der Meister Omraam Mikhael Aivanhov vor allem auf der Tatsache, dass die wahren Antworten auf die Frage des Bösen nicht in Erklärungen liegen, sondern in Methoden. Was auch immer sein Ursprung ist – das Böse ist eine innere und äußere Wirklichkeit, der wir täglich ausgesetzt sind und auf das wir lernen müssen einzugehen. Es ist nutzlos und sogar gefährlich, das Böse bekämpfen zu wollen, denn der Kampf ist gar zu ungleich. Aber man muss die Methoden kennen, mit denen man es meistern und umwandeln kann.
Die Freiheit ist zu einem so bedeutenden politischen Schwerpunkt geworden, dass wir nach und nach ihren wahren Sinn in bezug auf den Menschen aus den Augen verloren haben. Meister Mikhaël Aïvanhov will diesen Sinn, d.h. die Beziehung zwischen Geist und Materie wieder richtig stellen, wenn er sagt: ,Alle Lebewesen sind auf gewissen äußere Elemente angewiesen, nur Gott entgeht diesem Gesetz. Nur Er schöpft alles aus Sich selbst. Da Er nun allen menschlichen Wesen einen Funken, eine Geist gegeben hat, der die gleiche Beschaffenheit hat wie Er selbst, kann auch jeder Mensch kraft dieses Geistes erschaffen, was er braucht… Die Lehre, die ich euch vermittle, ist die Lehre des Geistes, des Schöpfers, und nicht die Lehre der Materie, der Schöpfung. Deshalb rate ich euch, in den Bereich des schöpfenden, formenden, gestaltenden Geistes einzutreten, dann werdet ihr der Macht der Außenwelt mehr und mehr entkommen und frei sein.
Wie oft sagt man zur Rechtfertigung gewisser Schwächen: “Das ist menschlich!” Wenn man aber richtig überlegt, bedeutet “menschlich” eigentlich “tierisch”. Wie also lässt sich die menschliche Natur definieren? Der Mensch ist das doppelgesichtige Wesen, das in seiner Evolution zwischen tierischer und göttlicher Welt steht. Er muss sich seiner doppelten Natur bewusst werden, um sie zu überwinden. Die Aussage der heiligen Schriften: “Ihr seid Götter”, soll den Menschen an den in ihm verborgenen göttlichen Wesenskern erinnern, den es zu entwickeln und sichtbar zu machen gilt. Der Meister Omraam Mikhaël Aïvanhov sieht hier den wahren Sinn unseres Lebens; immer wieder kommt er auf diesen Punkt zu sprechen und zeigt uns, wie wir die Götter, die wir sind und die wir noch nicht kennen, auch nach aussen hin verwirklichen können.
Omraam Mikhaël Aïvanhov zufolge ist die ganze Lehre Christi in den wenigen Zeilen des Vaterunser enthalten. Er sagt: “Ein Eingeweihter geht wie die Natur zu Werke. Seht einmal, wie sie in einem winzigen Samen einen ganzen Baum mit Wurzeln, Stamm, Ästen, Blüten und Früchten zusammenfasst. Jesus hat das Gleiche getan: Er hat sein ganzes Wissen im Vaterunser kondensiert in der Hoffnung, dass die Menschen, die es sprechen und über es meditieren, es als Samen in ihre Seele legen, es begießen, schützen und aufblühen lassen, damit es zu dem unermesslich großen Baum der Einweihungswissenschaft heranwächst, die er uns hinterlassen hat.”
Wir leben mitten in einer Zivilisation, die von uns verlangt, dass wir lesen und schreiben können – und es ist gut so – denn Lesen und Schreiben werden immer notwendig sein. Beide Tätigkeiten sollte man aber auch auf höheren Ebenen ausüben können. In der Einweihungswissenschaft versteht man unter dem Wort lesen die Entschlüsselung der subtilen, verborgenen Seite aller Dinge und Lebewesen, sowie die Auslegung aller Symbole und Zeichen, die die kosmische Intelligenz im großen Buch der Natur überall eingeprägt hat. Und schreiben heisst, das große Buch der Natur mit eigener Prägung zu versehen und durch die magische Kraft des eigenen Geistes auf Steine, Pflanzen, Tiere und Menschen einzuwirken. Folglich sollte man nicht nur auf dem Papier lesen und schreiben können, sondern in allen Regionen des Universums.
Schon beim ersten Blick in die Evangelien fällt die erzählerische Form auf. Wenn auch manche Phasen des Lebens Jesu im Schatten bleiben, berichten doch die Evangelien zuweilen über dieses oder jenes Detail aus Seinem Alltagsleben, und Seine Lehre selbst wird oft in Form von allegorischen Darstellungen wiedergegeben. Die Auslegungsmethode des Meisters Omraam Mikhaël Aïvanhov ruft erhebliches Interesse hervor, denn diese kurzen Geschichten, die sich auf konkreter oder symbolischer Ebene abspielen, werden als psychologische Gegebenheiten und Situationen aufgefasst. Die zehn Jungfrauen, die zur Hochzeit des Bräutigams eingeladen sind – der wohlhabende Besitzer, der von seinem Verwalter Rechenschaft verlangt – der Herr, der hinausgeht, um Arbeiter für seinen Weinberg zu dingen – die Jünger, die der Sturm dermaßen erschreckt, dass sie den auf dem Schiff schlafenden Jesus wecken müssen – die Frage um den Steuerbetrag, der dem Kaiser zukommen soll… all diese Berichte werden von ihren darstellerischen, pittoresken Elementen befreit, also von all dem, was rein äußerlich und von begrenzter Tragweite ist, um so als beständige Realitäten unseres inneren Lebens zu erscheinen, in dessen Tiefe sich die entgegengesetzten Kräfte der geistigen und materiellen Sphären bekämpfen und wieder versöhnen.
“Seit Jahrtausenden üben sich die Menschen darin, durch den Gebrauch ihrer fünf Sinne ihre Wahrnehmungen und Empfindungen zu steigern und zu vermehren. Dieses Spiel auf den Tasten ihrer fünf Sinne nennen sie Kultur und Zivilisation. Nun, das ist ein wenig armselig. Wie hoch der Verfeinerungsgrad auch sei, den sie dabei erreichen können, die fünf Sinne werden immer begrenzt bleiben, denn sie gehören nur zur physischen Ebene und werden immer nur die physische Ebene erforschen. Solange die Menschen nicht verstanden haben, dass es noch andere Bereiche zu erforschen, zu sehen, zu berühren und zu riechen gibt, können sie keine neuen und weitergehenden, reicheren und feineren Empfindungen erleben. Jedes Organ ist spezialisiert. Es erfüllt eine bestimmte Funktion und vermittelt nur die seiner Natur entsprechenden Empfindungen. Um neue Empfindungen wahrzunehmen, muss man sich an andere Organe und feinstoffliche Zentren wenden, die wir ebenfalls besitzen.”
“Kämpft nicht gegen eure Schwächen und Mängel an, sondern lernt, sie zu nutzen und an die Arbeit zu schicken. Seien es Eifersucht, Zorn, Habgier oder Eitelkeit usw., ihr müsst wissen, wie ihr sie mobilisiert, damit sie für euch in der gewählten Richtung arbeiten. Nehmt die Kräfte der Natur wie Elektrizität, den Wind, Sturzbäche oder Blitze… Jetzt, da der Mensch sie beherrschen und nutzen kann, bereichert er sich durch sie, und doch sind es ursprünglich feindliche Kräfte. Ihr findet es normal, Naturkräfte zu nutzen, warum seid ihr dann erstaunt, wenn man über die Nutzung der primitiven Energien spricht, die in euch liegen? Wenn ihr die Regeln der spirituellen Alchimie kennen würdet, könntet ihr alle negativen Kräfte, die ihr im Überfluss besitzt, umwandeln und nutzen.”
Der Schöpfungsbegriff ist das Wesentliche unserer Lehre, sagt Meister Omraam Mikhaël Aïvanhov. Das Bedürfnis nach Kreativität wohnt jedem Menschen inne, das wahre Schaffen bedarf aber der Elemente geistiger Herkunft. Der Künstler, der etwas schaffen will, sollte sich selbst übertreffen: Durch Gebet, Meditation und Kontemplation sollte er Elemente aus den höheren Sphären in sich aufnehmen. So werden wir uns dessen bewusst, dass die Gesetze des wirklich künstlerischen Schaffens keine anderen sind als die des geistigen Schaffens. Während der Künstler sein Werk gestaltet, führt er ein innerliches Regenerationsverfahren durch, das dem des Spiritualisten vergleichbar ist; umgekehrt führt der Spiritualist dank seinem Streben nach Vollkommenheit eine Gestaltungsarbeit aus, die der des Künstlers entspricht.
Gott hat die größte Macht, die Er gewähren konnte, dem Geist geschenkt. Da jeder Gedanke von dieser Macht des Geistes, der ihn erschuf, durchdrungen ist, hat er natürlich seine Wirkung. Mit dieser Erkenntnis könnt ihr Wohltäter der Menschheit werden. Jeder kann seine Gedanken wie Boten, wie kleine lichtvolle Geshöpfe, durch den Raum senden, bis hin zu den entferntesten Regionen und sie beauftragen, den Menschen zu helfen, sie zu trösten, aufzuklären und zu heilen. Derjenige, der diese Arbeit bewußt vollzieht, dringt nach und nach in die Geheimnisse der göttlichen Schöpfung ein.
Wenn ihr krank seid, so liegt der Grund dafür in euer inneren Unordnung. Ihr habt durch bestimmte Gedanken und Gefühle ein bestimmtes Verhalten genährt, und das hat sich schließlich auf eure Gesundheit ausgewirkt. Die beste Waffe gegen Krankheit ist Harmonie. Denkt Tag und Nacht daran, euch einzustimmen, euch mit allem Leben in Übereinstimmung zu bringen, mit dem unbegrenzten, dem kosmischen Leben, mit ihm in Einklang, in Gleichklang zu schwingen. Das ist die wahre Harmonie. Es reicht nicht, sich mit einigen Personen zu harmonisieren: seiner Frau oder seinem Mann, seinen Kindern oder seinen Eltern, seinen Nachbarn oder seinen Freunden. Man muss mit dem kosmischen Leben im Gleichklang schwingen.
Die wirkliche Magie – die göttliche Magie – besteht darin, das eigene Potential, die Gesamtheit der eigenen Kenntnisse für die Verwirklichung des Reiches Gottes auf Erden einzusetzen. Nur selten sind die Magier zu solchem Höhepunkt gelangt, wo selbst das Interesse für magische Praktiken schwindet, wo sich keine Wünsche mehr aufdrängen, die Geister zur Befriedigung eigener Ambitionen zu beschwören, wo das eigene Ideal einzig und allein darauf beruht, selbst vom Licht umwogen, für das Licht mitzuwirken. Diejenigen, die es soweit gebracht haben, sind Theurgen; ihre Tätigkeit ist durch absolute Selbstlosigkeit gekennzeichnet. Solche Menschen sind die wahren Wohltäter der Menschheit.
Gewöhnt euch daran, euer tägliches Leben – mit den Pflichten, die ihr zu erfüllen habt, den Ereignissen, die auf euch zukommen, die Wesen, mit denen ihr zusammen leben müsst oder die ihr trefft – als eine Materie zu betrachten, an deren Umwandlung ihr arbeiten müsst. Gebt euch nicht damit zufrieden, das anzunehmen, was ihr bekommt und hinzunehmen, was euch widerfährt. Bleibt nicht passiv, denkt immer daran, ein Element hinzuzufügen, das dieses Material beseelen, beleben und vergeistigen kann. Denn das wahre spirituelle Leben bedeutet fähig sein, jeder unserer Aktivitäten ein Element hinzuzufügen, das alles auf ein höheres Niveau heben kann. Ihr sagt: Und die Meditation… und das Gebet…?” Selbstverständlich, gerade Meditation und Gebet helfen euch, diese feinsten und reinsten Elemente aufzufangen, mit denen ihr euren Handlungen eine neue Dimension verleihen könnt.”
“Man muss nicht glauben, dass jemand auf allen Ebenen der medialen Welt Zutritt hat, nur weil er mediale Fähigkeiten besitzt. Nein, er wird nur das schauen, was seinem Bewusstseinszustand entspricht, seinen Gedanken und Gefühlen. Die Hellsichtigkeit eines Menschen hängt von seinem Entwicklungsstand ab. Wer zum Beispiel in den niederen Regionen der Astralebene herumirrt, wird nur Wesen treffen, die diese Region bevölkern und er wird leiden. Wenn ihr euch mit den himmlischen Wesenheiten, mit der göttlichen Herrlichkeit verbinden wollt, müsst ihr euch reinigen, euer Bewusstsein erweitern und für das höchste Ideal arbeiten. Das ist die Brüderlichkeit unter den Menschen, das Reich Gottes. Dann wird eure Ausstrahlung reiner, eure Schwingung feinstofflicher und die lichtvollen Geister werden euch nicht nur in ihrer Nähe dulden, sondern auch selber aufsuchen, weil sie in euch ihre Nahrung finden.”
Wer glaubt, die Stille spiegele nichts anderes als die Einöde wider, die Leere, das Ausbleiben jeder Aktivität, jedes Schaffens, mit einem Wort das Nichts, begeht einen verhängnisvollen Irrtum! Stille ist nicht immer gleich Stille, allgemein gesprochen gibt es zweierlei Stille: die Stille des Todes und die des höheren Lebens. Die Stille des höheren Lebens – von der hier die Rede ist – sollte man eben erfassen können. Diese Stille hat mit Trägheit nichts zu tun; sie ist im Gegenteil ein Schaffen, eine intensive Tätigkeit, die sich in vollkommener Harmonie abspielt. Diese Stille stellt auch keine Leere, keinen Mangel dar, sondern eine Fülle, dieselbe Fülle, die zwei einander tief liebende Menschen spüren: diese erlebte Liebe ist so tief, dass sie sie weder durch Gesten noch Worte veranschaulichen können. Die Stille ist eine Eigenschaft des Innenlebens.
“Das Glück ist wie ein Ball, dem man nachläuft, gerade wenn man ihn aufheben will, stößt man ihn mit dem Fuß unwillkürlich wieder an…, um weiter hinterherlaufen zu können! Durch diesen Lauf fühlt man sich angespornt; gerade in dieser Suche, diesem inneren Schwung, das Ziel zu erreichen, findet man in Wirklichkeit das Glück.
Ist das Erwünschte einmal erlangt, so fühlt man sich zuerst glücklich, aber gleich danach spürt man eine Leere, dann muss man etwas anderes suchen, und man ist trotzdem nie befriedigt. Was soll man also tun? Sucht nach dem, was am entferntesten und am unerreichbarsten erscheint, nämlich Vollkommenheit, Unendlichkeit, Ewigkeit. Alles übrige – Erkenntnis, Reichtum, Macht, Liebe – werdet ihr auf dem Weg dahin finden. Ja, ihr werdet alles erhalten, sogar ohne darum zu bitten.”
Welche Art von Menschen ruft Achtung und Bewunderung hervor? Diejenigen, die gekämpft, sich selbst übertroffen, Hindernisse überwunden, Prüfungen bestanden haben. Warum schwärmt die Jugend derart für die Sportler? Weil diese ständig bemüht sind, sich selbst zu überwinden. Auch wenn es bloß um Laufen, Springen, Schwimmen, Klettern geht, werden Selbstüberwindung, Ausdauer und der Mut stets als lobenswerte Eigenschaften angesehen. Lohnt sich also der Versuch nicht, dieselben Eigenschaften auch im täglichen Leben zu manifestieren? Anstatt all seine Energien nur darauf zu verwenden, schneller zu rennen und zu schwimmen, höher zu springen, einen Ball geschickter zu fangen und sicherer zu werfen, ist es nützlicher, sich zu sagen: Künftig will ich in Schwierigkeiten mehr Geduld zeigen, Traurigkeit und Kummer überwinden und mich besser beherrschen”. Denn auf diesem Gebiet kann man ja auch große Leistungen erbringen und Siege erringen. Warum versucht ihr es nicht?”
“Wenn es so viele verschiedene und widersprüchliche “Wahrheiten” in der Welt gibt, dann widerspiegeln sie nur die Deformation von Herz und Verstand der Menschen. Wenn jemand zu euch sagt:”Für mich sieht die Wahrheit folgendermassen aus…”, dann ist das seine Wahrheit und diese Wahrheit spricht von seinem Herzen und seinem Verstand, die entweder unzulänglich und verbildet, oder im Gegensatz sehr entwickelt sind. Wenn die Wahrheit, unabhängig von der Tätigkeit des Herzens und des Verstandes wäre, hätten alle dasselbe entdecken müssen. Aber wie ihr wisst, ist dem nicht so, jeder entdeckt andere Wahrheiten, ausser denen, die die wirkliche Liebe und die wirkliche Weisheit besitzen. Diese haben die gleiche Wahrheit entdeckt und aus diesem Grunde sprechen alle dieselbe Sprache.”
“Stellt euch vor, man würde eines Tages den Gläubigen der ganzen Welt ankündigen: “Von nun an wird es keinen Ort für Gottesdienste, keine Zeremonien, keine Priesterschaft und weder Statuen noch Bilder von Heiligen mehr geben, nichts Materielles, Äusseres mehr. Ihr werdet Gott im Geist und in der Wahrheit anbeten.” Es wäre für sie die Leere, sie würden sich verloren fühlen. Nur ein aussergewöhnlich entwickeltes Wesen kann in seinem Geist und in seiner Seele den Altar finden, wo es einkehrt, um sich an den Herrn zu wenden, um die Herrlichkeiten des Himmels zu berühren, zu schmecken, und zu atmen. Natürlich ist eine solche Erweiterung des Bewusstseins wünschenswert. Für diejenigen, die in der Lage sind, so weit zu kommen, gibt es keine Grenze, denn die Welt der Seele und des Geistes ist die Schönste und Weiteste. Sie können arbeiten, bis ins Unendliche, um ihre Zukunft als Söhne und Töchter Gottes aufzubauen.”
“Es gibt ein Bild, das uns annähernd eine Vorstellung von Gott geben kann: das der Elektrizität. Wir benutzen Elektrizität, um Licht zu haben, um uns zu wärmen und um alle möglichen Geräte anzutreiben. Aber wie vorsichtig muss man sein, um kein Unfälle zu provozieren! Ein direkter Kontakt mit der Elektrizität kann todlich sein, denn sie ist eine Energie von gewaltiger Kraft. Um sie bis zu uns zu leiten uns sie ohne Gefahr nutzen zu können, muss man sie mit Hilfe von Transformatoren kanalisieren. Genauso ist es mit Gott. Ihn kann man mit reiner Elektrizität vergleichen, die nur über Transformatoren zu uns herabkommen kann. Diese Transformatoren sind die unzählbaren lichtvollen Wesen, die den Himmel bevölkern und die die Überlieferung Engelshierarchien genannt hat. Durch sie empfangen wir das göttliche Leben und durch sie können wir mit Gott in Verbindung treten.”
Wenn am 23. September die Sonne in das Zeichen der Waage eintritt, ist das die Tagundnachtgleiche des Herbstes. Nach aufsteigenden Phase (Widder bis Jungfrau) beginnt die Absteigende Phase (Waage bis Fische).
Die Waage ist das siebente Zeichen im Tierkreis…
»In dem Augenblick, wo ihr euch entschließt eine Religion, eine geistige Philosophie anzunehmen und deren Prinzipien anzuwenden, stoßt ihr nicht nur auf Schwierigkeiten mit euch selbst aufgrund all der Anstrengungen, die dazu nötig sind, sondern auch auf Schwierigkeiten mit eurem Umfeld, das nicht unbedingt die in euch vorgegangenen Veränderungen versteht. Nun, ihr müsst wissen, dass es die Art und Weise ist, wie ihr diese Schwierigkeiten lösen werdet, welche die Qualität, die Echtheit eures Glaubens offenbart. Man darf nicht sagen: „Ich werde mein Leben völlig ändern und es ist mir egal, was meine Angehörigen denken, das ist nicht meine Angelegenheit.“ Doch, das ist eure Angelegenheit, denn euer spirituelles Leben hängt von der Weise ab, wie ihr dieses Problem lösen werdet. Lasst die anderen nicht leiden, soweit ihr es vermeiden könnt, und lasst sie nicht im Stich. Denkt daran, dass die Liebe immer größer ist als der Glaube.« Omraam Mikhael Aivanhov
»Vor zweitausend Jahren führte das Kommen von Jesus eine Ordnung der Dinge ein, bei der zum ersten Mal in der menschlichen Geschichte die Werte von Liebe, Güte, Vergebung, Geduld, Sanftmut, Demut und Opfer an erster Stelle standen. Und selbst wenn die Worte von Jesus bis jetzt weder gut verstanden noch richtig angewendet wurden, so hat es gereicht, dass dieses Licht bei einigen Wesen aufleuchtet, damit es über Jahrhunderte weitergereicht wird. Die von Jesus gelehrte Nächstenliebe, die aus dieser Wahrheit hervorgeht, dass die Menschen Söhne und Töchter desselben Vaters sind, machte für den Gedanken der Brüderlichkeit den Weg frei.«